Wir sollten uns
weniger bemühen,
den Weg für unsere Kinder vorzubereiten,
als unsere Kinder
für den Weg.
Das Kinder schon oft so stark unter Stress stehen – passt das zusammen? Wenn wir jedoch sehen mit welchen Anforderungen Kinder schon konfrontiert werden ist sehr schnell klar wie viel Stress sie erleben.
- Familienstrukturen (Streitigkeiten, Spannungen, Konkurrenz, Geschwister, neue Partner, neue Kinder, Patchwork...)
- zeitliche Verplanung (Kindergarten, Schule, lernen, vielfältige Angebote im Freizeitbereich wie: Musikschule, Fußball, Ballet...)
- breit gefächerte Medienangebote (viele Fernsehprogramm, DVDs, Handys, Playstation...)
- Mobbing (Kinder und Geschwister untereinander, aus den Medien, Marken...),
- Reizüberflutung (viele Spielsachen, Freizeitgestaltung, viele Termine, „funktionieren müssen“...)
- Konkurrenz und Leistungsdruck (Kindergarten, Schule, Sport- und Freizeitvereine...)
- wenig Spielräume (besonders in Städten keine Möglichkeiten mehr zum Toben, keine Naturerfahrungen, kein freies, selbstbestimmtes Spielen mehr um das Selbstbewusstsein, die Selbstbestimmung zu trainieren und eigene Grenzen wahrzunehmen)
Dies sind nur einige von den vielen Beispielen und Situationen in denen Kinder heute viel Stress erfahren und aushalten müssen. All diese Erfahrungen müssen von den Kindern täglich eingeordnet und verarbeitet werden. Fehlen dem Kind Zeiten für Ruhe, Erholung und Entspannung, so kommt es schon zu Überforderungen.
Die Beanspruchungssymptomtik zeigt sich dann in bspw.: Anspannung, Nervosität, Tics, Ängstlichkeit, Aggressivität, Unruhe, Konzentrationsschwäche, Unwohlsein, Unsicherheit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, bis hin zu Kopf- und Bauchschmerzen.
Durch Entspannungsübungen für Kinder lassen sich schnell positive körperliche Reaktion und psychische Effekte feststellen. Auch ist zu erkennen, dass die Kinder motorisch ruhiger und langsamer sind, die Emotionalität ist ausgeglichener, die Frustrationstoleranz ist höher und die Konzentration für das Lernen und Spielen nimmt zu. Die Kinder lernen wieder sich, ihren Körper bewusst wahrzunehmen, spüren und fühlen zu können.
Für viele Kinder ist die Stille negativ besetzt („Sei mal still“, „sei leise“, „Stör jetzt nicht“, „pssssst...“ etc.).
Es ist wichtig den Kindern wieder zu zeigen wie angenehm die Ruhe, Stille, die Entspannung ist, welch schöne Erlebnisse und welch Wohl-Gefühl sich einstellt, wenn sie ganz bei sich sein können.
Entspannungsübungen für Kinder sollen helfen aus der Stresssymptomatik wieder zurück in die Tiefe zu finden. Sie verhelfen zu einem tieferen Verständnis für Sinnzusammenhänge, sie erschließen die eigene Gefühlswelt und fördern die Wahrnehmungsfähigkeit. Der Blick für die kleinen und wesentlichen Dinge wird geschärft. Mit gezielt gelenkten meditativen Übungen lernen die Kinder wieder mit Leib und Seele bei dem zu sein, was sie gerade tun. Hierdurch erfahren sie eine Zunahme an Ruhe, Geduld, Konzentration und Kraft.
Sammlung, Konzentration und Bei-sich-selbst-sein können sind die Voraussetzungen um gut und sicher im Leben zu stehen.
Wichtiger Hinweis : Wenn in diesem Text das Wort "Heilung" verwendet wird, ist damit nicht die Heilung im medizinischen Sinne gemeint, sondern das Aktivieren der Selbstheilungskräfte. Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß keine der hier vorgestellten Behandlungsarten ein Ersatz für notwendige medizinische Behandlungen ist. Im Falle akuter, häufiger oder andauernder Beschwerden, ist es nötig einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen aufzusuchen.